menschgerecht

menschgerecht. WARUM?

Oft stellen wir uns die Frage, ob Tiere artgerecht gehalten werden. Beispielsweise ob sie sich ihrer Art entsprechend ernähren oder bewegen können. Oder ob sie alleine, mit wenigen oder vielen Artgenossen zusammenleben. Das Erstaunliche oder besser gesagt das Absurde an diesen (zweifelsohne berechtigten) Diskussionen ist allerdings, dass wir, wenn es um unsere eigene Gesundheit geht, diese entscheidenden Fragen nicht stellen. Das zeigt eindrucksvoll, dass wir Menschen den wesentlichsten und entscheidenden Aspekt unserer Gesundheit vergessen haben: Auch wir sind und bleiben Teil der Natur. Ebenfalls nichts anderes (und nichts Besseres) als ein Tier. Oder biologisch korrekt ausgedrückt: Ein Säugetier aus der Familie der Menschenaffen. Als Homo Sapiens haben wir dementsprechend genauso, wie jede andere Art, unsere eigenen, ganz individuellen Ansprüche und Bedürfnisse. Doch mittlerweile haben wir uns meilenweit von einer für uns typischen Lebensweise distanziert. Es ist also nicht verwunderlich, dass unsere Gesundheit auf eine harte Probe gestellt wird. Wir werden zwar immer älter, der Zeitabschnitt ohne Erkrankungen und Beschwerden aber immer kürzer. Typische Zivilisationskrankheiten und viele weitere gesundheitliche Probleme nehmen unaufhaltsam zu. Die Zahlen sind schlicht und einfach erschreckend und betreffen bereits Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Wir wissen, wächst eine Pflanze an einen für sie nicht passenden Ort, wird sie niemals in voller Pracht erblühen können oder im schlimmsten Fall sogar frühzeitig eingehen. Wir alle wissen, dass jedes Tier, unabhängig ob Haus- oder Nutztier, seine Ansprüche hat. Werden diese nicht erfüllt, leiden die Tiere darunter und werden krank. Wieso sollte es nun ausgerechnet bei uns Menschen anders sein…?

Nun ist es natürlich weder realistisch noch erstrebenswert, dass wir uns wieder in „Höhlen“ zurückziehen und der modernen Welt (mit all ihren Vorzügen) den Rücken zeigen. Aber eines ist gewiss: Nur wenn wir unsere genetischen und epigenetischen Veranlagungen, unsere Wurzeln und unsere Entwicklungsgeschichte kennen (und anerkennen), ist es möglich Gesundheitsprozesse und Zusammenhänge zu verstehen. Denn biologisch und genetisch betrachtet haben wir uns seit einer gefühlten Ewigkeit kaum verändert. Unsere Umwelt und unsere Lebensweise jedoch in allerkürzester Zeit drastisch. Wir haben uns so weit von unseren über Jahrtausenden von Jahren gewohnten Lebensumständen entfernt, dass wir völlig vergessen haben, was eine menschenartgerechte Lebensweise eigentlich bedeutet. Selbstverständlich gab es im Laufe der Evolution immer wieder Veränderungen und entsprechend notwendige Anpassungen. Aber niemals in dieser Geschwindigkeit und in diesem Ausmaß wie es insbesondere seit Beginn der industriellen Revolution (und den damit verbundenen technischen Fortschritten) erfolgte. Hinzu kommen unzählige neue Herausforderungen und Belastungen des 21.Jahrhunderts die unsere Gesundheit permanent reizen. Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte hat es die Spezies Mensch geschafft, sich selbst nicht mehr der Natur anpassen zu müssen, sondern die Natur an sie. Mit verheerenden Auswirkungen: Für die Natur, die Umwelt und letztendlich für uns und unsere Gesundheit.
Zeit für Veränderung! Doch ist ein möglichst menschenartgerechtes Leben trotz modernen Lebensstiles überhaupt möglich? Und wenn ja, wie…?

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Wir zeigen Ihnen, dass es oft die kleinsten Änderungen sind, die am meisten bewirken.

»Nichts in der Biologie macht Sinn außer im Licht der Evolution.«

Theodosius Dobzhansky, Evolutionsbiologe